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K+S: Die Quittung


Vor einem Jahr hat K+S die Übernahme durch die Potash Company of Saskatchewan (PCS) abgelehnt und jetzt steht das Unternehmen noch schlechter da als vor dem Übernahmeangebot:

"Niedrigere Kali-Preise, Produktionsprobleme in Deutschland, Verzögerungen beim Start einer neuen Mine in Kanada und ein schwaches Salzgeschäft - die Liste der Belastungsfaktoren ist lang. Analysten rechnen für das dritte Quartal mit einem scharfen Umsatzeinbruch und Verlusten." schreibt Der Aktionär zu dem aktuellen Quartalsbericht des Unternehmens und fährt fort: "Vor Zinsen, Steuern und vor Bewertungsveränderungen von Derivaten (Ebit I) wird ein Verlust von 32 Millionen Euro erwartet, nach einem Gewinn von 132,1 Millionen ein Jahr zuvor.". Die Zeitschrift erwartet niedrigere Dividenden.


PCS und Agrium: Aktionäre stimmen der Fusion zu

PCS ist nach der K+S-Absage nicht untätig geblieben und fusioniert mit Agrium zu einem neuen Kaliriesen, der über funktionierende Kaligruben verfügt und auch über Absatzwege in die USA und nach Ostasien. Die Fusion soll Mitte 2017 abgeschlossen sein. Die Unternehmen erwarten einen gemeinsamen Gewinn von 500 Millionen US$.


K+S hat damit für seine kanadische Mine eine starke Konkurrenz bekommen und muss die dringend notwendige Modernisierung seiner deutschen Betriebe aus eigener Kraft übernehmen. Es wird dauern, bis K+S die einzigartige Rohstoffzusammensetzung der Gruben im Werratal tatsächlich nutzen kann. Bislang gehen jährlich 550.000 Tonnen des wertvollen Kaliumsulfatdüngers mit den Abwässern verloren. Die im Bau befindliche "KKF-Anlage" wird wegen ihrer unzureichenden technischen Auslegung daran nicht viel ändern können.

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