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Keine Entwarnung in der Giftmülldeponie Herfa-Neurode


Auf einem Pressetermin am 19.12.2016 konnte K+S keine Entwarnung geben. Die brennende Kammer kann immer noch nicht geöffnet werden und die Brandursache ist weiter unklar. Der Presse konnte nur eine Wand gezeigt werden, deren Öffnung mit Plastikplane und Bauschaum abgedichtet ist. Kein Anlass also, den Brand in der weltgrößten Untertage-Giftmülldeponie herunterzuspielen.

Besorgniserregend sind Äußerungen des Leiters der Untertagedeponie, Olaf Schaub. Er vermutet, dass sich eingelagerter Giftmüll selbst entzündet hat, schließt jedoch einen Fehler des Unternehmens bei der Einlagerung aus.

Das nötige Problembewustsein scheint bei dem Betreiber der Deponie zu fehlen. Treffen die Einlassungen zu, dann wird regelmäßig selbstentzündlicher Giftmüll eingelagert und es muss jederzeit und an jeder Stelle der Deponie mit Bränden gerechnet werden. Vielleicht ist das Material dann wieder so verstaut, dass Brandnester nicht erreicht und bekämpft werden können. Also: Türe zu und vergessen?

Bislang sind wir davon ausgegangen, dass der Giftmüll vor der Einlagerung untersucht wird und dass ein Chemiker verantwortlich die Annahme von selbstentzündlichem Material ausschließt. Das scheint nicht der Fall zu sein und auch die zuständigen Behörden scheinen keine wirkungsvolle Kontrolle auszuüben.

Wir müssen deshalb an der fachlichen Eignung des Unternehmens zweifeln und können auch die nötige Zuverlässigkeit des Betreibers nicht mehr unterstellen. Gewinn scheint vor Sicherheit zu gehen. Wenn dann noch die behördliche Kontrolle fehlt, dann sind Katastrophen nicht auszuschließen. Das Beispiel der ausgebrannten Untertagedeponie Stocamine im Elsaß sollte ein warnendes Beispiel sein.


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