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Werra-Weser-Versalzung: Vortäuschung falscher Tatsachen


Der niedersächsische Umweltminister Wenzel besichtigt "Weser-Messstation" in Boffzen An der neuen Messstation sollen künftig die Grenzwerte in der Weser überwacht werden. Der Minister ist der Meinung, dass damit "der Salzeinleitung in die Weser klare Grenzen" gesetzt werden. Stattdessen kann am Pegel Boffzen nun täglich das Versagen der bündnisgrünen Umweltminister der Anrainerländer gemessen werden. Die Messstation als Fortschritt zu verkaufen, täuscht falsche Tatsachen vor.

Die "Grenzen" liegen nämlich extrem hoch. Am Pegel Boffzen kann nur dokumentiert werden, was die bündnisgrünen Umweltminister der Anrainerländer mit dem neuen Bewirtschaftungsplan beschlossen haben: der "gute ökologische und chemische Zustand" als Ziel der europäischen Wasserrahmenrichtlinie soll in Werra und Weser nie erreicht werden. Die Zustimmung des Ministers Wenzel zu diesem Bewirtschaftungsplan hat sogar die zusätzliche Verklappung von K+S-Abwässern in die Oberweser ("Oberweserpipeline") möglich gemacht.

Aber auch der nach Wenzel angeblich zu erreichende Grenzwert für Chlorid von 300 mg/Liter ist nichts als Illusion. Die Umweltminister haben es vermieden, im Bewirtschaftungsplan festzuhalten, wie er erreicht werden könnte. K+S hat erklärt, dass sich das Unternehmen deshalb nicht an den Bewirtschaftungsplan gebunden fühle und notfalls klagen werde.


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