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Des Rätsels Lösung


„Was ist aus dem Land der Ingenieure geworden?“ haben wir neulich gefragt (http://wasser-in-not.de/dateien/aktuelles/Was ist aus dem Land der Ingenieure geworden.pdf), angesichts der Tatsache, dass große deutsche Düngemittelhersteller noch nicht einmal den technischen Stand eines Schwellenlandes erreichen.
Jetzt haben wir die Lösung gefunden: Wissenschaft wird in diesem Lande nur akzeptiert, wenn die Ergebnisse einem Politiker in den Kram passen. Das passende Beispiel liefern (wieder einmal) die Landräte Koch und Woide aus den K+S-Landkreisen Hersfeld und Fulda:


Da gibt es also ein Gutachten, das die Fachbehörden aus Hessen und Thüringen in ihrer Expertise bestätigt und der hessischen Umweltministerin Priska Hinz (B'90/Die Grünen) widerspricht: die von Hessen erneut verlängerte Erlaubnis zur Verpressung von Abfalllaugen hat keine fachliche Grundlage, sie hätte der K+S Kali GmbH nicht erteilt werden dürfen; das von K+S vorgelegte Grundwassermodell erlaubt keine Voraussagen, weil es dazu nicht tauglich ist.

Koch und Woide sehen in dem Gutachten einen einen „politischen Kampf gegen die Kaliindustrie“. Sie verwechseln – für jeden erkennbar – Wissenschaft und Politik und können deshalb zu keinem gedanklichen Ende kommen. Dass sie mit diesen gedanklichen Veitstanz „den Druck auf Thüringens Landesregierung“ (so die HNA) erhöhen können, darf bezweifelt werden.

Ohne jeden Zweifel steht für Koch und Woide fest, „dass sie keinen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Versenkerlaubnis“ haben. Dabei kennen die Landräte das Gutachten noch nicht einmal, weil es nämlich „der Öffentlichkeit vorenthalten“ werde. Gibt es denn niemanden, der den beiden Landräten einmal dieses Dings erklärt, dieses neumodische Zeugs, wie heißt es doch? Internet?


Dr. Walter Hölzel
Werr-Weser-Anrainerkonferenz e.V.

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