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Offener Brief an Herrn Dr. Burkhard Lohr


Sehr geehrter Herr Dr. Burkhard Lohr,

ich freue mich sehr, Sie als neuen Vorstandsvorsitzenden der K+S Aktiengesellschaft begrüßen zu können. Ich habe ihr Video im Internet gesehen und finde Ihre Einstellung sehr positiv.

Ich wünsche Ihnen bei der Erfüllung Ihrer zukünftigen Aufgaben Erfolg. Ich wünsche Ihnen, dass Sie in Ihrer unternehmerischen Verantwortung den Spagat zwischen einer gesunden Kaliproduktion und einer Intakten Umwelt schaffen.
Ich wünsche Ihnen, dass es Ihnen gelingt durch Forschung und Technik eine zukunftsorientierte, nachhaltige Kaliproduktion zu erreichen Ich wünsche Ihnen den richtigen Weg zu finden und Entscheidungen mit reinem Herzen treffen zu können, ohne sich von der Macht des Geldes blenden zu lassen.

Auch mein Vater, mein Großvater und Urgroßvater waren im Schacht tätig. Und durch den Salzabbau sind die Ortschaften gewachsen und die hier lebenden Einwohner einst zu Wohlstand gekommen. Nicht ohne Grund nennt man das Salz das weiße Gold. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass es etwas gibt, dass noch kostbarer ist – unsere Umwelt, unser Grundwasser, bzw. Wasser überhaupt, denn es ist die Grundlage unseres Lebens und muss als Schutzgut an erster Stelle stehen.

Wenn die K+S Aktiengesellschaft das Privileg besitzt das Salz aus der Erde zu fördern um damit Gewinne zu erzielen, so sollten diejenigen, die von diesen Gewinnen profitieren, dies auch zu schätzen wissen und Ehrfurcht vor Mutter Erde haben. Und das Salz das aus der Erde gefördert wird, gehört auch dort wieder hin und nicht in Flüsse oder das Meer. Bzw. in Gesteinsschichten, wo es nicht vorgefunden wurde. Wie sollen zukünftige Generationen auf unserem Planeten, der einzigartig in seiner Schönheit und vollkommen ist leben?

Es gibt nur einen richtigen Weg, alles andere ist Flickerei ohne ein zufriedenes Ergebnis. Wenn ein Betrieb die Erlaubnis hat das Salz aus der Erde zu holen, so hat er auch die Pflicht, dass was er nicht nutzt wieder dorthin zu bringen. Wie das aussehen soll, sollte auch der Betrieb entscheiden können, ob man die ESTA nun gleich Untertage verlagert, oder mit jeder Salz Förderung die gleiche Menge wieder nach unten fördert, dann müsste natürlich eine zweite Bandanlage eingebaut werden. Oder ob man eine der vielen nicht genutzten Schachtröhren nutzt, wie z.B. in Abteroda, um den Abraum wieder einzulagern. So könnte man sich die Haldenerweiterungen sparen, die Grubensicherung damit ausführen, was gleichzeitig das Risiko einer Gebirgssenkung oder eines Gebirgsschlages mindern würde. Das wäre schön, und vor allem zukunftsorientiert, wenn es auch etwas Geld kostet, aber ich denke das ist die Aktiengesellschaft „ihrem Arbeitgeber und Schöpfer“ Mutter Erde schuldig.

Viele Grüße von einer Bewohnerin des Werratals die anonym bleiben möchte. Wir alle sind in der Verantwortung und wer die Möglichkeit hat etwas zu ändern, der sollte es tun.

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