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Die Oberweserpipeline ist überflüssig


Die Offenlegungsphase im Raumordnungverfahren für eine Abwasserpipeline an die Oberweser ist abgeschlossen. Diese Rohrleitung soll dazu dienen, salzhaltige Abwässer der K+S Kali GmbH aus dem Werrarevier an die Oberweser zu transportieren. Sie sollen dort in einer weiteren Einleitstelle in die Oberweser verklappt werden.

Nach Ansicht des Bergbauunternehmens K+S ist diese neue Verklappungsstelle nötig, um die Kaliproduktion aufrechterhalten zu können. Tatsächlich ist das Entsorgungskonzept des Unternehmens kollabiert. K+S hat soviel Abwasser in den Untergrund verpresst und die Menge der Abwässer von den ständig wachsenden Salzhalden ist so sehr angestiegen, dass Rückläufe dieser angeblich bereits "entsorgten" Abfälle die Aufnahmefähigkeit der Werra für Produktionsabfälle stark einschränken. Die Werra würde deshalb durch den beantragten "Werra-Bypass" nicht entlastet.

Der Grund für den Entsorgungskollaps ist darin zu suchen, dass K+S es versäumt hat, in wirkungsvolle Aufbereitungsanlagen zu investieren. Auch die geplante "KKF-Anlage" hat nicht die versprochene Wirkung und kann deshalb die Entsorgungsprobleme des Unternehmens so wenig lösen wie die "Oberweserpipeline".

Die WWA hat schon 2012 nachweisen können, dass eine weitere Verklappungstelle für K+S-Abwässer unnötig wäre. Der international praktizierte Stand der Technik erlaubt auch im Werra-Fulda-Revier eine abstoßfreie Produktion. Damit können die Umweltziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie fristgerecht bis zum Jahre 2027 erreicht werden. Wir haben im Raumordnungsverfahren eingewandt, dass moderne Verfahren das Einleiten der Abwässer in Werra/Weser, die Laugenverpressung und die Salzaufhaldung überflüssig machen. (Anhang)



Dr. Walter Hölzel
Werr-Weser-Anrainerkonferenz e.V.

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