deepwater1.jpgdeepwater2.jpg

Gesetzestreue ist finanzierbar - Aktualisierter 3-Stufen-Plan zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie


Das Umweltbundesamt hatte 2014 die technische Machbarkeit, den Energiebedarf und den Kostenrahmen der von der K-UTEC AG vorgeschlagenen Aufbereitungsverfahren für die K+S-Abwässer bestätigt.
Auf der Basis dieser Verfahren legte die WWA im Jahre 2014 einen 3-Stufen-Plan vor, der durch den Bau einer Aufbereitungsanlage Arbeitsplätze im Werra-Revier gesichert und zu¬sätzliche Arbeitsplätze geschaffen hätte. Bis Ende 2027 wäre es möglich gewesen, die Qualitätsziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie in Werra und Weser zu erreichen und damit die letzte der gesetzten Fristen einzuhalten. Der 3-Stufen-Plan verlangte von der K+S AG nicht mehr, als die EU-Kommission von dem spanischen Kalihersteller Iberpotash S.A. verlangt und erhalten hat.

Die K+S AG hat bisher nicht die Chance genutzt, in wirksame Aufbereitungstechnik zu investieren. Die Zeitabläufe des 3-Stufen-Plans von 2014 könnten deshalb auch bei gutem Willen jetzt nicht mehr eingehalten werden. Allerdings haben sich in der Zwischenzeit einige Rahmenbedingungen geändert. Nach dem Kollaps des K+S-Entsorgungskonzepts 2015/2016 haben die Bundesländer Thüringen und Niedersachsen der K+S Kali GmbH die Möglichkeit eröffnet, ihre Abwässer dort in stillgelegte Salzbergwerke zu verklappen. Sie wollten damit weitere Produktionseinschränkungen verhindern und Arbeitsplätze im Werra-Fulda-Revier schützen.

Mit diesen zusätzlichen Entsorgungswegen ist es uns jetzt möglich, den 3-Stufen-Plan zu aktualisieren und so anzupassen, dass weiterhin die Qualitätsziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie bis Ende 2027 erreicht werden können.


Dr. Walter Hölzel
Werr-Weser-Anrainerkonferenz e.V.

Joomla templates by a4joomla