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"Wir sind betrogen worden" - Jüttemann zum Kali-Vertrag: "Unser Kampf in Bischofferode war gerechtfertigt"


Von Jürgen Backhaus

Erfurt Für den einstigen Vize-Betriebsratsvorsitzenden des Kaliwerks Bischofferode, Gerhard Jüttemann, steht nach der gestrigen Sondersitzung des Landtags zum Kali-Fusionsvertrag von 1993 fest: "Unser Kampf war gerechtfertigt. Wir sind betrogen worden." Zusammen mit vier weiteren ehemaligen Bischofferöder Bergleuten und Investor Johannes Peine aus Warburg-Scherfede, der damals die Grube übernehmen wollte, hatte er die Sitzung auf der Besuchertribüne verfolgt.

Die fünf Fraktionen im Landtag pochen auf Einsicht in den seit mehr als 20 Jahren geheim gehaltenen Kali-Fusionsvertrag. Das wird auf Antrag der Linken jetzt in den Ausschüssen beraten. Die Landesregierung wird aufgefordert, den kompletten Vertrag zum Zusammenschluss der ost- und westdeutschen Kali-Industrie von Mai 1993 dem Landtag als "Arbeitsunterlage" zukommen zu lassen.

Die ehemaligen Bischofferöder Kumpel seien die "am ärgsten Betroffenen und Betrogenen", hörte Jüttemann von Abgeordneten. Wichtig sei der moralische Aspekt, dass nach Meinung des Landtages das Plattmachen ostdeutscher Betriebe Unrecht gewesen ist.

Quelle: Thüringer Landeszeitung vom 20.03.2014

TLZ-Service: Der Geheimvertrag zum Herunterladen unter www.tlz.de/Kali-Vertrag


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