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Gerstungen fordert vom Umweltminister Sanierung der Kalilaugenschäden

Am 27.07.2011 gab die Gemeinde Gerstungen einen an das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) gerichteten Antrag auf Sanierungsanordnung gegenüber der K+S Kali GmbH in die Post.

Grund des Antrags ist die umfangreiche Schädigung der Trinkwasservorkommen in der Gemeinde. Bisher mussten drei Brunnen wegen Versalzung außer Betrieb genommen werden und ein neu gebauter Brunnen durfte wegen Versalzungsgefahr nicht in Betrieb gehen. Nunmehr steigt beängstigend auch in einem Hauptversorgungsbrunnen die Versalzung beschleunigt und stetig an. Die Ursache ist in der nicht beherrschbaren Laugenversenkung in der Werraregion zu suchen. Ziel des Antrages ist es, diese Entwicklung umgehend zu stoppen. Das Motto muss sein, das zu retten, was noch zu retten ist!

Es muss eine öffentliche Inventur zu den bereits vorhandenen Schäden am Grundwasser durch die bisherige Versenkung erfolgen. Danach wird es möglich werden geeignete Maßnahmen zur Sanierung festzulegen und diese auch durchzuführen.

Die bisherigen Schädigungen werden durch die K+S ignoriert und sogar der abstruse Versuch unternommen, entgegen der Rechtslage, aller negativen Erfahrungen und naturwissenschaftlicher Erkenntnisse die Versenkgenehmigung in Hessen auch für die nächsten Jahre zu sichern.

Die in Hessen versenkten Salzabwässer beeinflussen auch das Trinkwasser der thüringischen Gemeinde Gerstungen, denn die Lauge macht an der Landesgrenze nicht halt.

Die Schädigung durch die Versenkung in Hessen und Thüringen ist eingetreten und muss wie bei jedem anderen auch untersucht und beseitigt werden. Durch den Sanierungsantrag will die Gemeinde dies durch eine planmäßige und effektive Schadensbegrenzung bzw. Schadenbeseitigung entsprechend dem gesetzlichen Auftrag des europäischen, bundesdeutschen und Thüringer Wasserrechts erreichen.

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand wären weitere Versenkgenehmigungen gegenüber unserer und zukünftiger Generationen verantwortungslos.



Werner Hartung
Bürgermeister


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