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Die Politik und die Werra- Weser- und Trinkwasserversalzung


  • BUND favorisiert Nordseepipeline

    Der BUND hatte schon 2007 im Pilotprojekt Werra-Salzabwasser (gemeinsam mit anderen Naturschutzorganisationen) alle Optionen zum Schutz von Werra und Weser aufgegeben: die Teilnehmer des Projekts kommen zu folgenden Schlüssen:

    1. die Werra ist ein stark verändertes Gewässer, eine Verminderung der Abstoßmenge würde die ökologische
        und chemische Situation der Werra nicht wesentlich verbessern,
    2. K+S ist nicht der Hauptverursacher der ökologischen und chemischen Situation der Werra,
    3. es gibt keine technischen Verfahren, mit denen sich der Abstoß der Salzabwasser verringern ließe.

    Die WWA konnte nachweisen, dass diese Annahmen wissenschaftlich unhaltbar sind.

    Wie Sie wissen, lehnt die WWA (ebenso wie die EU-Kommission) es ab, die Entsorgungsoption "Nordseepipeline" weiter zu verfolgen. Eine bloße Verschiebung der Verklappungsstelle von der Werra an die Nordsee ergibt ökologisch keinen Sinn. Der Transport der Salze über eine Pipeline an die Nordsee ist so teuer, dass er von dem Unternehmen nicht verlangt werden könnte. Eine staatliche Finanzierung ist wettbewerbsrechtlich nicht möglich; es gibt im EU-Raum Kaligruben, welche die Fristen der EU-Wasserrahmenrichtlinie einhalten und nach 2015 abstoßfrei arbeiten werden.

    Die WWA hat schon 2008 darauf hingewiesen, dass die Entsorgungsoption "Nordseepipeline" nur dazu dienen soll, Zeit zu gewinnen, um dann unter Zeitdruck die Qualitätsziele der Wasserrahmenrichtlinie zu umgehen und die Entsorgung in die Oberweser durchzusetzen.

 
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